Wie dein spirituelles Ego dich um Wohlstand bringt und alte Dogmen deine Fülle blockieren
- Eduard Kaiser

- vor 14 Stunden
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Es gibt einen Punkt auf dem Weg, an dem alles klar zu sein scheint. Du hast Gesetze verstanden, Prinzipien erkannt, du sprichst eine Sprache der Frequenz und der Schwingung. Du weißt, dass Gedanken Realität formen, dass Gefühle Magnete sind, dass du ein mächtiger Schöpfer bist. Und doch… bleibt etwas aus.
Es ist, als ob du alle Zutaten für ein üppiges Mahl in Händen hältst, aber der Herd springt einfach nicht an. Besonders dort, wo es um die Substanz dieser Welt geht – um Geld, um Fülle, um den sichtbaren, greifbaren Ausdruck deines Seins.
Du fragst dich vielleicht, warum die Fülle, von der du so überzeugt sprichst, sich nicht in deinem Bankkonto, nicht in deinem Lebensstil, nicht in dieser mühelosen Leichtigkeit des Gebens und Nehmens zeigt.
Was du erlebst, ist kein Versagen deines Wissens. Es ist die subtile, tückische Arbeit eines Mechanismus, der sich zwischen dich und deine volle Macht geschoben hat. Er nennt sich nicht bei seinem Namen, er verkleidet sich sogar als dein größter Verbündeter. Es ist das spirituelle Ego, das im Bereich des Geldes und des Wohlstands sein heimliches Gefängnis errichtet.
Die unechte Trennung: Spiritualität und Materie als falsche Gegensätze
Um dieses Gefängnis zu erkennen, müssen wir zuerst die Grundmauer betrachten: die tief verwurzelte, oft unhinterfragte Überzeugung, dass Geist und Materie getrennte Bereiche sind. Viele der alten Konzepte, die du vielleicht in dir trägst, basieren auf dieser Spaltung.
Sie stellen die Seele gegen den Körper, das Licht gegen die Form, die Spiritualität gegen den materiellen Besitz. In diesem Modell wird Geld automatisch zu etwas Niedrigerem, etwas Weltlichem, etwas, das den reinen Geist beschmutzen könnte. Reichtum wird verdächtigt, die Seele zu korrumpieren.
Doch hier ist eine fundamentale, befreiende Wahrheit. Alles, was ist, ist Energie in unterschiedlichen Zuständen der Verdichtung. Dein Gedanke ist Energie. Dein Gefühl ist Energie. Das Blatt am Baum ist Energie. Das Gold in der Erde und die Zahl auf deinem Kontoauszug sind Energie.
Es gibt keine Hierarchie in der Energie selbst, nur in der Bewertung, die du ihr gibst. Geld ist physisierte Energie. Es ist ein neutraler Träger von Wert, ein Austauschmittel für Energie, die jemand in Form von Zeit, Ideen, Dienstleistung oder Produkt in die Welt gebracht hat.
Wenn du also ein spirituelles Konzept annimmst, das sagt:
„Ich strebe nach dem Höheren, daher lehne ich das Niedere, das Materielle ab“,
erschaffst du sofort einen inneren Widerstand. Du teilst deine eigene Welt in akzeptable und inakzeptable Teile. Du sagst zu einem Aspekt der Schöpfung: „Du gehörst nicht zu meinem höheren Weg.“ Und das Universum, das immer auf deine inneren Übereinstimmungen reagiert, nicht auf deine Worte, wird diese Trennung widerspiegeln.
Es wird dir den mühelosen Fluss der Energie in die verdichtete Form des Geldes verwehren, weil du selbst einen Staudamm der Ablehnung errichtet hast.
Das Ego in der Robe des Erleuchteten: Die versteckten Glaubenssätze
Dieses spirituelle Ego nistet sich in wohlklingenden Glaubenssätzen ein. Es flüstert dir Überzeugungen zu, die sich edel anhören, aber in Wahrheit Mangel programmieren. Lausche einmal genau hin, ob eine dieser Stimmen in dir erklingt:
„Wahre Spiritualität bedeutet Genügsamkeit.“
Dies ist vielleicht einer der heimtückischsten Gedanken. Er stellt Fülle automatisch mit Gier gleich und Mangel mit Reinheit. Er ignoriert vollkommen, dass ein üppiger Garten, ein gesunder Körper oder ein kreatives Projekt auch Formen von Fülle sind, die du wahrscheinlich begrüßen würdest.
Warum also hältst du Geld auf einer separaten, verdächtigen Liste?
Dieses Konzept stammt aus Zeiten, in denen weltlicher Reichtum oft auf Ausbeutung basierte oder spirituelle Orden Armut als Tugend lehrten, um sich von der korrumpierten Welt abzugrenzen. Es ist ein historisches Konzept, kein spirituelles Gesetz.
„Geld zu wollen ist nicht spirituell.“
Dies untergräbt dein grundlegendes Schöpfungsrecht. Wollen ist der Impuls der Quelle, die sich ausdrücken und erfahren möchte. Der Wunsch nach mehr Ressourcen, mehr Freiheit, mehr Möglichkeiten zu schaffen, mehr Schönheit zu manifestieren – das ist der reine Schöpfungsimpuls. Wenn du ihn im Bereich des Geldes unterdrückst, dämmst du einen essenziellen Kanal deiner schöpferischen Kraft ein.
„Ich muss erst völlig gelassen sein, dann kommt das Geld von allein.“
Dies ist eine List, die dich in Passivität hält. Das Prinzip der Anziehung ist kein Prinzip des passiven Wartens. Es ist ein Prinzip der abgestimmten Aktion. Die Gelassenheit, die du suchst, ist die Gewissheit, dass die Quelle unendlich ist.
Aus dieser Gewissheit heraus entsteht jedoch ein natürlicher, freudiger, inspirierter Impuls zu handeln – nicht aus Not, sondern aus überschämmender Fülle. Das spirituelle Ego benutzt das Konzept des „Nicht-Tuns“ als Entschuldigung für Nichthandeln aus Angst oder mangelndem Vertrauen.
„Reiche Menschen sind weniger bewusst.“
Dieses pauschale Urteil schließt dich aus der Gemeinschaft derer aus, die materielle Fülle geschaffen haben. Es errichtet eine Mauer zwischen dir und den Menschen, von denen du lernen könntest, wie Energie in materielle Form gelenkt wird. Es ist eine Projektion, die oft eigene ungelöste Glaubenssätze über Wert und Verdienst verbirgt.
Die Physik der Realität: Deine Signatur schickt gemischte Botschaften

Stelle dir vor, du sendest kontinuierlich eine Frequenz aus, eine spezifische Signatur, die aus der Summe all deiner dominanten Gedanken, Gefühle und Überzeugungen besteht. Diese Signatur ist wie eine Bestellung bei einem allwissenden, allgebenden Kosmos. Das Universum reagiert nicht auf die Worte deiner Bestellung, die du aussprichst („Ich will Fülle“), sondern auf die tatsächliche energetische Signatur, die du aussendest.
Wenn deine tief verwurzelten, alten Konzepte sagen:
„Geld ist spirituell minderwertig“, während dein bewusster Verstand sagt: „Ich will finanziellen Wohlstand“, entsteht eine Störung.
Deine Signatur ist inkohärent. Es ist, als ob du mit einem Fuß auf dem Gaspedal stehst und mit dem anderen auf der Bremse. Das Fahrzeug ruckelt, kommt aber nicht voran. Das spirituelle Ego hält die Bremse fest durch seine versteckten Urteile und Ängste.
Diese innere Disharmonie erzeugt immer ein bestimmtes Gefühl. Das Gefühl der Anstrengung, des Kampfes, des ständigen „Darauf-Zusteuerns-ohne-je-anzukommen“. Du bemühst dich, visualisierst, wiederholst Affirmationen – doch im Hintergrund läuft das leise, aber mächtige Programm:
„Das ist nicht ganz richtig. Das ist vielleicht egoistisch. Vielleicht bin ich noch nicht würdig.“
Das Universum antwortet auf diese dominantere, weil oft unbewusste, Frequenz des Zweifels und der latenten Ablehnung.
Die Neuausrichtung: Fülle als natürlicher Ausdruck deines Seins
Der Weg aus diesem unsichtbaren Käfig ist keine weitere Anstrengung, kein neues kompliziertes Werkzeug. Es ist eine Neuausrichtung, eine Rückkehr zur Kohärenz. Es geht darum, die tiefen Widersprüche aufzulösen, damit dein ganzes Sein – bewusst und unbewusst – in eine Richtung schwingt: die Richtung der erweiterten Möglichkeiten, der freien Energie, des freudigen Austauschs.
Der erste und wichtigste Schritt ist eine radikale Ehrlichkeit mit dir selbst. Du musst zum Archäologen deiner eigenen Überzeugungen werden. Setze dich in einen Raum der Beobachtung. Führe ein Gespräch mit deinen Gefühlen rund um Geld.
Wenn du den Gedanken denkst: „Ich erschaffe finanziellen Überfluss“, was steigt dann sofort in dir auf? Ist da ein flaues Gefühl in der Magengrube? Eine leise Stimme, die „Hochmut“ oder „Materialismus“ murmelt? Ein Bild von dir, das dir entfremdet vorkommt?
Das sind die Wächter des alten Programms. Begrüße sie. Erkenne sie an. Sie sind nicht deine Feinde; sie sind Teile von dir, die unter alten, überholten Regeln beschützt haben, was sie für deine spirituelle Integrität hielten.
Jetzt kommt die entscheidende Arbeit. Du gewährst diesen Teilen eine neue Information. Du erklärst dir selbst die wahre Natur der Realität. Du sagst: „Ich verstehe, dass du mich beschützen wolltest. Doch ich lade dich ein, eine neue Perspektive zu sehen. Alles ist Energie. Geld ist Energie.
Wenn ich diesen Energiestrom in meinem Leben willkommen heiße, blockiere ich keinen spirituellen Weg – ich öffne ihn weiter. Ich werde zum klaren Kanal für die Quelle. Mit mehr Ressourcen kann ich mehr Liebe in Aktion bringen, mehr Heilung ermöglichen, mehr Schönheit in die Welt stellen.
Mein Wohlstand dient nicht nur mir; er dient dem Ganzen, weil ich ein Teil des Ganzen bin. Meine Fülle ist ein Ausdruck des Vertrauens, dass das Universum durch mich wirken darf, in voller, sichtbarer Kraft.“
Dies ist keine intellektuelle Übung. Es ist ein gefühltes Umschreiben. Du musst die neue Überzeugung mit dem gleichen emotionalen Gewicht laden, das die alte hatte. Finde den tiefen Frieden, die wahre Freude, die entsteht, wenn du dir erlaubst, der volle, ungeteilte Ausdruck der Quelle in jeder Hinsicht zu sein – auch in der materiellen.
Vom Widerstand zum Kanal: Die Praxis der erlaubnisgebenden Präsenz

Wie fühlt es sich an, kein inneres Zucken mehr zu haben, wenn du dir ein luxuriöses Objekt vorstellst? Wie fühlt es sich an, die Gehaltsabrechnung eines anderen ohne jedes Urteil, sondern mit reiner Freude für ihn zu betrachten?
Wie fühlt es sich an, einen hohen Preis für deine Arbeit auszusprechen und dabei nur die reine Wertschätzung für dein Geschenk an die Welt zu spüren, keine Angst?
Diese Gefühle sind deine Wegweiser. Deine Praxis besteht darin, dich immer wieder in diesen erlaubnisgebenden Zustand zu bringen. Beobachte, wo der Widerstand auftaucht. Gehe dann gedanklich in das Szenario hinein und verändere die innere emotionale Ladung.
Spüre den Fluss. Stell dir vor, wie Energie in ihrer verdichteten Form mühelos zu dir kommt, bei dir verweilt und durch dich hindurch zu anderen fließt. Du bist kein Endpunkt, sondern ein lebendiger, pulsierender Knotenpunkt im Netz des Austauschs.
Diese Neuausrichtung wird Handlungen inspirieren. Diese Handlungen fühlen sich nicht hart an. Sie fühlen sich wie das Nächstliegende, das Offensichtliche an. Ein Anruf, den du tätigst. Eine Idee, die du niederschreibst. Eine Investition in dich selbst, die du ohne Zögern triffst. Diese Handlungen sind die physische Manifestation deiner neuen, kohärenten Signatur. Das Universum antwortet darauf mit einer Präzision und Schnelligkeit, die dich in Erstaunen versetzen wird.
Das alte Konzept vom spirituell Suchenden, der in Askese und Mangel lebt, ist zerbrochen. Es diente seinem Zweck, aber jetzt bist du bereit für ein größeres Verständnis. Du bist hier, um das Göttliche in der Form zu erfahren. Dein Körper, deine Beziehungen, deine Bankkonten, deine Lebenserfahrungen – all das ist die Bühne, auf der dein Geist spielt.
Warum sollte die Bühne karg und begrenzt sein, wenn der Spieler unendlich ist?
Du bist eingeladen, das ganze Orchester deines Seins zu dirigieren – jeden Aspekt, jede Note, vom feinsten geistigen Impuls bis zur dichtesten materiellen Manifestation. Wenn du einen Teil zum Schweigen bringst, weil du ihn für unspirituell hältst, wird die Melodie deines Lebens immer unvollständig klingen.
Erlaube der ganzen Melodie zu erklingen. Erlaube der Fülle, in jeder erdenklichen Frequenz durch dich zu widerhallen. Dein Wohlstand ist nicht das Ziel deiner Spiritualität. Er ist ihr natürlicher, unausweichlicher, strahlender Beweis.
Diese Erkenntnisse markieren den Beginn. Die tiefe, dauerhafte Befreiung von den unsichtbaren Mustern erfordert oft einen geführten Prozess. In meinem 1:1-Coaching decken wir die individuellen, in dir verankerten Blockaden auf und transformieren sie in reine, kraftvolle Schöpfer-Energie.
Dein Weg zur kohärenten, sichtbaren Fülle beginnt mit einer Entscheidung:
In Dankbarkeit,
Eduard




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